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China ist inzwischen die viertgrößte Volkswirtschaft und drittgrößte Handelsnation der Welt. Mit einem durchschnittlichen Pro-Kopf-Inlandsprodukt von knapp über 1.700 Dollar bleibt es aber auch das weltgrößte Entwicklungsland.
Auch nach über 25 Jahren der „Reform- und Öffnungspolitik“ befindet sich China noch im Aufbau der „sozialistischen Marktwirtschaft chinesischer Prägung“, von einer primär landwirtschaftlichen zu einer Industrie- und Dienstleistungswirtschaft, von einer geschlossenen zu einer offenen Wirtschaft.
China steht unverändert vor gewaltigen Aufgaben: 800 Mio. Menschen leben auf dem Lande, von denen noch über die Hälfte in ihrer wirtschaftlichen Existenz von der Landwirtschaft abhängt. Die Landwirtschaft trägt aber nur noch knapp 13 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt bei. Ihr Anteil sinkt, während die Anteile von Industrie (47%) und Dienstleistungen (40%) steigen.
Wirtschaftstrends 2008China ist derzeit einer der wachstumsstärksten, aber auch wettbewerbsintensivsten Märkte der Welt. Die ausländischen Anbieter sehen sich auf fast allen Marktsegmenten einer wachsenden Konkurrenz chinesischer Anbieter gegenüber, die mittels aggressivem Preiskampf ihre Marktanteile vergrößern wollen.
Chinas Wirtschaft ist nicht zu bremsen: Trotz zahlreicher Eindämmungsmaßnahmen lag der BIP-Zuwachs 2007 bei über 11%. Auch 2008 wird weiterhin Steigerungsraten von knapp 11% gerechnet.
Allerdings hat dieses schnelle Wachstum auch seine Schattenseiten. Der Teurungsindex stieg im Dezember 2007 im Vorjahresvergleich um 8,7%, wobei die Entwicklung der Lebensmittelpreise mit einer Steigerung um 50% die Bevölkerung am härtesten trifft.
Die chinesische Regierung hat sich daher die Bekämpfung der Inflation und eine Dämpfung des Wirtschaftswachstums auf 8 % zum Ziel gesetzt. Weitere Informationen zur Inflationsproblematik finden Sie im nächsten Artikel.
Die Experten der bfai fassen die derzeitig sichtbaren Entwicklungstrends zusammen. Sie können dabei keine negativen Auswirkungen für deutsche Unternehmen erkennen. PDF Download: China Wirtschaftstrends 2007/2008.
Nutzen Sie die exzellente Website der bfai, um sich umfassender und sehr detailliert über alle Auslandsmärkte zu informieren. Inflationsprobleme + WirtschaftspolitikErstmals hat Chinas Führung eingestanden, dass die Teuerung in ihrem Lande aus dem Ruder läuft. Ab sofort soll die Bekämpfung der Inflation deshalb zu einem wichtigen wirtschaftspolitischen Ziel werden.
Der chinesische Ministerpräsident Wen Jiabao hatte im Frühjahr "wirksame Maßnahmen" gegen die Inflation in China angekündigt. Die Dämpfung der Inflation habe in diesem Jahr Priorität für die Regierung, die die Preissteigerung auf 4,8 Prozent im Jahresschnitt reduzieren wolle.
Das Wirtschaftswachstum lag in China zuletzt im zweistelligen Bereich. Die damit einhergehende steigende Nachfrage hat die Verbraucherpreise in die Höhe getrieben. Mitte vergangenen Jahres begannen die Preise stark zu steigen, im Januar erreichte die Preissteigerung 7,1 Prozent, den höchsten Wert seit elf Jahren.
Wirtschaftsdaten Kompakt 2008Auf 6 Seiten finden Sie hier eine komprimierte Zusammenfassung der Deutschen Botschaft mit allen wichtigen Wirtschaftsdaten. PDF-Download: Wirtschaft kompakt
Wirtschaftstruktur und Potentiale 2007Hier gehen die bfai-Experten etwas mehr ins Detail und analysieren auch die sektoralen Entwicklungsunterschiede sowie den globalen und regionalen Kontext.
PDF-Download: China Wirtschaftsstruktur 2007
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